Branchenstudien

Mit der Studienreihe »Software Drives 2030« erfahren Sie, wie Managemententscheider einschätzen, wie sich die Veränderungen der Automotive-Welt auf die E/E-Entwicklung auswirken. Das Branchenbarometer »State of Practice« fragt Anwenderinnen und Anwender aus Entwicklungsprojekten, wie sie mit aktuellen Herausforderungen umgehen.

  • Studienreihen

    Studienreihe »Software Drives 2030«

    Die Studienreihe »Software Drives 2030« beschäftigt sich mit der Softwarekompetenz, die Unternehmen in der Automobilbranche in Zukunft benötigen werden. Hierzu werden Tiefeninterviews mit Experten und Entscheidern aus der Automobil-, Informations- und Telekommunikationsbranche geführt und zu einem Gesamtbild verdichtet. Der Report von 2017 erörtert die erforderlichen Schlüsselfähigkeiten, der Report von 2015 die neuen Anforderungen an die E/E-Entwicklung, wenn Software zum dominanten Treiber der Innovation und Markendifferenzierung wird.

    »Software Drives 2030« wurde zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung durchgeführt.

    Digital Capabilities for Automotive Innovators 2030. Studienreport 2017

    Über welche Schlüsselfähigkeiten, so genannte Capabilities, müssen Anbieter verfügen, um die digitale Transformation der Automobilbranche erfolgreich zu bewältigen? Diese Frage ist der Schwerpunkt dieses Reports der Studienreihe Software Drives, der im Sommer 2017 erschienen ist. 

    Die Digitalisierung und Vernetzung der Automobilindustrie läuft auf Hochtouren. Es gibt Veränderungsinitiativen auf jeder Ebene, von Prozessoptimierungen über digitale Schlüsselprojekte bis zu Experimenten mit Service-dominierten Geschäftsmodellen. Der Wandel zu service-getriebenen Geschäftsmodellen stellt die gesamte Aufstellung der Organisation in Frage – der Erfolg im Dienstleistungsgeschäft ist anderen Prinzipien unterworfen als das Produktgeschäft.

    Die digitale Transformation des Autos stellt die Branche vor eine neuartige Herausforderung. Sie verändert nicht nur die Technologie-Dimension, sondern gleichzeitig auch die Geschäftslogik und -modelle sowie die Aufbau- und Ablauforganisation. Der Report zur Managementbefragung »Software Drives. Digital Capabilities for Automotive Innovators 2030« zeigt, wie sich Hersteller und Zulieferer neu aufstellen müssen, um die digitale Transformation zu bewältigen.

    Wandel zur Service-Orientierung

    • Digitale Dienstleistungen werden in Echtzeit erbracht.
      Dienstleistungen müssen über den gesamten Nutzungszyklus aktuell gehalten werden. Operations wird dadurch zu einer Kernfunktion und trägt direkt zur Wettbewerbsdifferenzierung bei.
    • Vor dem SOP ist nach dem SOP.
      Durch die Dienstleistungsorientierung weicht die Trennung zwischen projektgetriebener Entwicklung und Produktion auf. Denn während des Nutzungszyklusses müssen Funktionalitäten weiter- oder sogar neu entwickelt werden.
    • Retail is Detail.
      Digitale Dienstleistungen unterliegen einer eigenen Business-Logik: Einerseits eine minimale Marge und andererseits Funktionalitäten, die auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt sind. Vom Geschäftsmodell bis zur Umsetzung muss dieser Logik Rechnung getragen werden.

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    Den Report zur Branchenstudie »Software Drives. Digital Capabilities for Automotive Innovators 2030« können Sie hier kostenlos downloaden.

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    Whitepaper Artificial Intelligence

    Das Whitepaper Challenges in Systems Engineering of Intelligent and Autonomous Systems erläutert in sechs Schritten, wie System Engineers beim Produktdesgin von Embedded-System vorgehen können.

    Das Whitepaper hat der Beratungsexperte Dr. Michael Faeustle von Kugler Maag Cie zusammen mit Sky Matthwes verfasst, Chief Technical Officer Internet of Things der IBM.

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    BizDevOps für digitale Dienste

    Das Internet der Dinge vernetzt Angebote aus unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen – dadurch steht die klassische Arbeitsteilung in Frage. Digitale Dienste müssen funktionsübergreifend konzipiert werden. In einem Gastbeitrag für den IoT-Blog von Bosch zeigen wir, wie BizDevOps für eine einheitliche UX eingesetzt werden kann.

    Zum IoT-Blog von Bosch

    Digitale Dienste im Auto

    Digitale Geschäftsmodelle sind nur die halbe Miete. Produkt-getaktete Hersteller müssen sich auch auf die Geschäftslogik dieser Dienste einlassen. In einem Beitrag für Springer Professional stellen wir Erkenntnisse aus der Management-Studie »Software Drives 2030« vor.

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    Automotive E/E Development 2030. Studienreport 2015

    Der erste Report der Managementstudie Software Drives. Automotive E/E Development 2030 ist im Juni 2015 erschienen. Die Studie basiert auf gut 40 Experteninterviews mit Entscheidern aus der Automobil-, Informations- und Telekommunikationsbranche sowie eine Online-Befragung. Der Report zeigt auf, wie sich durch vernetzte Software die Autobranche verändern wird.

    Was verändert die Branche?

    Zentrale Fragen der Studie drehen sich um neue Technologien, Geschäftsmodelle, Kooperationen, Einflüsse des Top-Managements, Lebenszyklen und Schlagworte wie Geschwindigkeit und kosteneffiziente Entwicklung.

    Fundamentale Entwicklungen

    Entscheider sehen beispielsweise für sich klare Wettbewerbsvorteile über servicebasierte Geschäftsmodelle. Bei digitalen Geschäftsmodellen verlagern sich die Zahlungsströme vom Kauf zum Bezug von Dienstleistungen: Der After-Market wird dadurch zum Main-Market. Auf der technologischen Seite bildet der Connected-Layer die Schnittstelle zu Wertschöpfungs-Anbietern und wird wichtiger als die KEFA-Gliederung. Zudem werden bestehende Systeme kontinuierlich weiterentwickelt und lösen die heutige Orientierung an S/OP, Modellpflege und E/OP ab.

    Zukunft der Elektrik/Elektronik-Entwicklung

    Bislang waren die Hersteller für die Weiterentwicklung des Autos verantwortlich. Bleibt dies auch weiterhin so oder stehen wir vor einem Paradigmenwechsel? Künftig wird der Kundennutzen wesentlich über Dienstleistungen gestiftet. Dabei verschmelzen klassische Mobilitätsanforderungen mit internetbasierten Diensten zu integrierten Angeboten auf Basis neuer Geschäftsmodelle. Wir haben untersucht, wie sich diese Transformation auf die E/E-Organisationen auswirken wird.

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    Den Report zur Branchenstudie »Software Drives. Automotive Development 2030« können Sie hier kostenlos downloaden.

    Download Studienreport (Englisch)

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    Agile Automotive. State of Practice

    Agile in Automotive. State of Practice 2015

    Scrum ist das Mittel der Wahl? Weit gefehlt. Inzwischen setzen Automobilhersteller und -zulieferer die gesamte Palette an agilen Entwicklungsprozessen ein. Aus dem agilen Portfolio werden bewusst die Prozesse und Methoden gewählt, die in der Ausgangssituation am erfolgversprechendsten sind, zeigt unser Branchenbaromenter »Agile Automotive. State of Practice«.

    Agilität stellt in der Automobilindustrie eine Erfolgsgeschichte dar: Vor Kurzem noch wurden agile Entwicklungsprozesse, Methoden und Praktiken in der regulierten Fahrzeugentwicklung abgelehnt – inzwischen hat die Branche eine gewisse Reife bei der Wahl agiler Ansätze erlangt. Neben den agilen Klassikern Scrum und Kanban wählen inzwischen die Agilisten bewusst das Entwicklungskonzept, von dem sie sich den größten Erfolg versprechen.

    Agile Entwicklungsprozesse und Methoden in der Praxis

    • 79%: Scrum  -16% gegenüber 2014
    • 64%: Continuous Integration  +8%
    • 55%: Kanban  +16%
    • 24%: Test Driven Development  +4%
    • 21%: Feature Driven Development  +1%
    • 7%: eXtreme Programming  +1%
    • 7%: ScrumBan  +1%

    Scrum war 2014 die agile Königsdisziplin schlechthin. Jetzt holen die anderen Prozesse und Methoden energisch auf. Insbesondere Kanban und Continuous Integration (CI) haben stark zugelegt.

    Quote

    Kanban eignet sich immer dann, wenn ein kontinuierlicher Arbeitsfluss im Vordergrund steht.

    Sergej Weber Projektleiter

    Kanban auf dem Vormarsch

    • Kanban ist leichter zu adaptieren als bspw. Scrum: Als evolutionärer Prozess übernimmt Kanban die bestehenden Abläufe, Rollen und Verantwortlichkeiten. Aufwändige Eingriffe in die Aufbau- und Ablauforganisation sind nicht erforderlich.
    • Kanban spielt seine Stärken insbesondere bei Wartungs- und Supportaufgaben aus.

    Immer mehr Anwender erkennen, dass Kanban mehr leistet als eine visuelle Projektsteuerung. Dementsprechend werden Kanban-Prinzipen wie eine strikte Begrenzung der Tätigkeiten, die das Team oder ein Teammitglied gleichzeitig bearbeiten darf, inzwischen strenger befolgt.

    »Kanban eignet sich immer dann, wenn ein kontinuierlicher Arbeitsfluss im Vordergrund steht«, erläutert Studienprojektleiter Sergej Weber die Hintergründe: »Bei der Fehlerbehebung bspw. ergibt sich der Anlass aus dem gefundenen Fehler. Für diesen wird ein Ticket geöffnet, priorisiert und dann über das Kanban-Board gesteuert. Wenn hingegen ein Produkt kontinuierlich weiterentwickelt werden soll, empfiehlt sich ein iteratives Vorgehen mit dem agilen Projektmanagement-Framework Scrum.«

    Agile Projekte erfolgen überwiegend bei der Softwareentwicklung. Im Vorjahr war dies noch anders: 2014 wurden agile Methoden auch bei der Anforderungsanalyse und beim Systemdesign eingesetzt. Bei der Anforderungsanalyse betrug der Rückgang über 50%.

    Dem dramatischen Rückgang auf der linken Seite des V-Modells steht eine deutliche Zunahme auf der rechten Seite gegenüber: Mehr und mehr wird der Bedarf für automatisierte Tests thematisiert. Dies spiegelt sich auch in der deutlichen Zunahme von Methoden wie Continuous Development und Test-Driven Development.

    Auskunft als Interviewpartner gaben

    • Entwicklungsleiter 31%
    • Projektleiter 46%
    • Qualitätsbeauftragte 23%

    Insgesamt wurden 42 Experten und Expertinnen befragt.

    Download »State of Practice«

    Den Bericht zum Branchenbarometer »Agile Automotive. State of Practice 2015« können Sie hier kostenlos downloaden.

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    Agile in Automotive. State of Practice 2014

    Agile Methoden und Praktiken setzen sich im Automobilbereich immer stärker durch, zeigt unser Branchenbaromenter »Agile in Automotive. State of Practice 2014«. Aufbauend auf ersten Erfolgen verwenden die befragten Hersteller und Zulieferer durchschnittlich seit Herbst 2011 agile Methoden wie Scrum, XP oder Kanban, um ihre Entwicklungsprozesse effizienter zu gestalten und die Komplexität zu bewältigen.

    »Automotive ist anders. Agile Methoden funktionieren hier nicht«, lautet ein oft gehörter Mythos. Die aktuelle Branchenumfrage Agile in Automotive. State of Practice entlarvt diesen Mythos als Ausrede: Die befragten Verantwortlichen bei Herstellern und führenden Zulieferer setzen im Durchschnitt seit 39 Monaten agile Entwicklungsmethoden in der Praxis ein. Ein Drittel der Unternehmen hat dabei den Roll-Out und Pilotierungsphasen bereits hinter sich gelassen.

    Zu den befragten Unternehmen zählten Verantwortliche in Deutschland und in den USA, die verteilte Entwicklungsprojekte an Standorten in Osteuropa und Südostasien betreuten.

    Auskunft als Interviewpartner gaben

    • Entwicklungsleiter 41 %
    • Projektleiter 32 %
    • Qualitätsbeauftragte 27 %

    Softwareentwicklung bleibt die Domäne agiler Methoden in der Automobilindustrie. Unter agilen Methoden verstehen die Anwender in erster Linie das Projektmanagement-Framework Scrum und die Prozesssteuerungs-Methode Kanban. Auch Feature Driven-Development und XP. Auch Praktiken wie Daily Stand-ups (83 %), Retrospektiven und Continuous Integration (72 %) kommen zum Einsatz, während nur ein Fünftel der Befragten auf Pair-Programming setzt.

    Agil auf breiter Front

    Überraschenderweise haben sich agile Methoden in der Serienentwicklung stärker durchgesetzt als in der Forschung (89 %). In der Vor-Serie oder in F&E setzen die Befragten Scrum und Kanban deutlich weniger häufig ein (44 resp. 11 %). Diese Methoden werden bei jedem Steuergeräte-Typ eingesetzt, bei der Entwicklung von Bremsen wie bei der von Fahrerassistenzsystemen.

    Beispielhafte Applikationstypen

    • Fahrzeugelektronik 45 %
    • Multimedia-Anwendungen 39 %
    • Connectivity und integrierte Dienste 38 %
    • Steuerung für den Antriebsstrang 33 %

    Individuelle Anpassungen sind die Regel

    Die Praktiker in der Fahrzeugentwicklung passen die agilen Konzepte ihren Bedürfnissen an. Am Beispiel von Scrum lässt sich dies veranschaulichen: Während 83 % der Anwender auf Daily Stand-Ups setzen, nutzen nur 39 % User Stories. In knapp zwei Dritteln der befragten Unternehmen unterstützten Scrum Master die agilen Teams.

    Als Schlüsselfaktoren bei der Implementierung agiler Konzepte gelten die Unterstützung durch das Management, Kommunikation sowie die Freiheit, Neues auszuprobieren.

    Anwender schätzen die Flexibilität

    Das Ziel der Praktiker ist es, die Produktentwicklungszeit zu verkürzen. Traditionelle, sequenzielle Entwicklungszeiten haben sich als zu unflexibel herausgestellt, um die Komplexität zu bewältigen.

    Belohnt für ihren Einsatz wurden die agilen Pioniere durch höhere Produktivität und Zufriedenheit in den Teams. Gestärkt wurde darüber hinaus die Sichtbarkeit der Teams mit ihren Leistungen in der Organisation. Die verbesserte Kommunikation ermöglichte den Teams gewissermaßen nicht nur, Gutes zu tun, sondern auch, darüber zu sprechen.

    Download »State of Practice«

    Den Bericht und das Poster zum Branchenbarometer »Agile Automotive. State of Practice 2014« können Sie hier kostenlos downloaden.

    Download Studienreport

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