Automotive Development 2030
Abb.: Software Drives. Digital Capabilities for Automotive Innovators 2030: Der neue Report zur Management-Studie

Die Digitalisierung und Vernetzung der Automobilindustrie läuft auf Hochtouren. Es gibt Veränderungsinitiativen auf jeder Ebene, von Prozessoptimierungen über digitale Schlüsselprojekte bis zu Experimenten mit Service-dominierten Geschäftsmodellen.

Eine Schlüsselfrage stellt jedoch niemand: Was sind die Capabilities, die ein digitales Unternehmen benötigt? Der Wandel zu service-getriebenen Geschäftsmodellen stellt die gesamte Aufstellung der Organisation in Frage – der Erfolg im Dienstleistungsgeschäft ist anderen Prinzipien unterworfen als das Produktgeschäft.

Konsequenzen aus dem Wandel zur Service-Orientierung:

  • Digitale Dienstleistungen werden in Echtzeit erbracht.
    Dienstleistungen müssen über den gesamten Nutzungszyklus aktuell gehalten werden. Operations wird dadurch zu einer Kernfunktion und tragen direkt zur Wettbewerbsdifferenzierung bei.
  • Vor dem SOP ist nach dem SOP.
    Durch die Dienstleistungsorientierung weicht die Trennung zwischen projektgetriebener Entwicklung und Produktion auf. Denn während des Nutzungszyklusses müssen Funktionalitäten weiter- oder sogar neu entwickelt werden.
  • Retail is Detail.
    Digitale Dienstleistungen unterliegen einer eigenen Business-Logik: Einerseits eine minimale Marge und andererseits Funktionalitäten, die auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt sind. Vom Geschäftsmodell bis zur Umsetzung muss dieser Logik Rechnung getragen werden.

Die digitale Transformation des Autos stellt die Branche vor eine neuartige Herausforderung. Sie verändert nicht nur die Technologie-Dimension, sondern gleichzeitig auf die Dimensionen der Geschäftslogik und –modelle sowie der Aufbau- und der Ablauforganisation.

Der Report zur Managementbefragung Software Drives. Digital Capabilities for Automotive Innovators 2030 zeigt, wie sich Hersteller und Zulieferer neu aufstellen müssen, um die digitale Transformation zu bewältigen.

Software Drives Management-Studie
Abb.: Software Drives. Automotive E/E Development 2030: Der erste Report zur Management-Studie

Der erste Report der Managementstudie Software Drives. Automotive E/E Development 2030 ist im Juni 2015 erschienen. Die Studie basiert auf gut 40 Experteninterviews mit Entscheidern aus der Automobil-, Informations- und Telekommunikationsbranche sowie eine Online-Befragung. Der Report zeigt auf, wie sich durch vernetzte Software die Autobranche verändern wird.

Was verändert die Branche?

Zentrale Fragen der Studie drehen sich um neue Technologien, Geschäftsmodelle, Kooperationen, Einflüsse des Top-Managements, Lebenszyklen und Schlagworte wie Geschwindigkeit und Kosten-effiziente Entwicklung.

Fundamentale Entwicklungen.

Entscheider sehen beispielsweise für sich klare Wettbewerbsvorteile über Service-basierte Geschäftsmodelle. Bei digitalen Geschäftsmodellen verlagern sich die Zahlungsströme vom Kauf zum Bezug von Dienstleistungen: Der After-Market wird dadurch zum Main-Market. Auf der Technologischen Seite bildet der Connected-Layer die Schnittstelle zu Wertschöpfungs-Anbietern und wird wichtiger als die KEFA-Gliederung. Zudem werden bestehende Systeme kontinuierlich weiterentwickelt und lösen die heutige Orientierung an SOP, Modellpflege und EOP ab.

Zukunft der Elektrik/Elektronik-Entwicklung 2030

Bislang waren die Hersteller für die Weiterentwicklung des Autos verantwortlich. Bleibt dies auch weiterhin so oder stehen wir vor einem Paradigmenwechsel? Künftig wird der Kundennutzen wesentlich über Dienstleistungen gestiftet. Dabei verschmelzen klassische Mobilitätsanforderungen mit Internet-basierten Diensten zu integrierten Angeboten auf Basis neuer Geschäftsmodelle. Wir haben untersucht, wie sich diese Transformation auf die E/E-Organisationen auswirken wird.

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