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orchestrierter PEP

Drumbeats im orchestrierten PEP

Der OEM als Taktgeber im integrierten Wertschöpfungsnetz

Neue Features und vernetzte Applikationen bilden in der Automobilindustrie inzwischen den Innovationstreiber #1. Durch die Verschmelzung entstehen vollständig neue Produktkategorien. Diesen Optionen steht allerdings eine zunehmende Komplexität gegenüber. Dies gilt nicht nur in Bezug auf Lösungen und Prozesse, sondern auf die Art und Weise selbst, wie Innovationen künftig kreiert werden – offene Architekturen und Ökosysteme werden die Geschäftsmodelle von morgen nachhaltig verändern.

Der OEM ist gefordert, seine führende Rolle neu zu justieren. Ein mögliches Leitbild ist der OEM als Taktgeber, der Entwicklungsiterationen der beteiligten Zulieferer per Drumbeat koordiniert. Beim orchestrierten PEP (oPEP) werden erprobte Lean-Prinzipien vom einzelnen Unternehmen auf die gesamte Lieferantenkette übertragen. Auf diese Weise können unterschiedliche Unternehmenskulturen oder – typisch bei der App-Entwicklung – Start-ups und Anbieter aus anderen Branchen friktionsfrei kooperieren. Die Koordination ist so möglich, unabhängig davon, ob das einzelne Unternehmen beispielsweise auf Plattformen wie GENIVI setzt oder ob es sich um ein Open Konsortium handelt.

Der Produktentwicklungsprozess muss künftig Wertschöpfungsstufen-übergreifend agilisiert werden, um den Komplextitätsaufwand zu minimieren. Der OEM kann dann per Drumbeat vernetzte Prozesse managen, Entwicklungsaufträge bündeln, ohne die Supplier top-down zu steuern. So bietet der oPEP – über die Lieferantenkette – die erforderliche Flexibilität und ermöglicht es, Entwicklungsfortschritte und Termintreue mit wenig Aufwand zu monitoren. Bei drohenden Abweichungen kann im Entwicklungszyklus frühzeitig interveniert werden und die Aufmerksamkeit auf den kritischen Pfad konzentriert werden.

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