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Vortrag: Scrum, Kanban & Co. in Automotive

Frank Sazama, Prozessspezialist bei Kugler Maag Cie, stellt auf der Fachkonferenz Agile Cars in München die Ergebnisse einer neuen Branchenumfrage vor.

Agile Praktiken haben in der Elektronikentwicklung in Automotive Einzug gefunden. Ob OEM, OES oder Zulieferer, in zahlreichen Projekten setzen Teams oder Teilorganisationen inzwischen auf agile Methoden  wie Scrum, oft in Kombination mit aus dem Lean-Bereich adaptierten on-demand-Planungstechniken wie Software-Kanban. Soweit die Theorie.

Unsere eigene Beratungserfahrung und langjähriges Know-how bei der Einführung von unternehmensweiten CMMI®-Verbesserungsprogrammen resp. Automotive SPICE®-konformen Prozessen und unserer Erfahrung mit agilen Methoden zeigen uns, dass gerade die Kombination reifer Prozesse mit Agilität wertstiftend ist, weil so die Balance zwischen Disziplin und Anpassungsfähigkeit optimal austariert werden kann. Sowohl unsere Erfahrung in Automotive wie auch mehrjährige Erkenntnisse aus Embedded-Branchen wie Aviation, Transportation und Industry bestätigen dies.

Agile Experten, die aus der IT Welt kommen, sehen die Umsetzung von Agilen Methoden und Praktiken in Automotive oft kritisch. Das liegt zum Teil an den  spezifischen Rahmenbedingungen im Automotive-Umfeld, die den Einsatz der agilen Methoden nach der „reinen Lehre“ nicht zulassen und eine Anpassung erfordern. Rahmenbedingungen sind beispielsweise:

  • z.B. viele sehr detaillierte Anforderungen zum Projektstart,
  • detaillierte Releasepläne aus Kundensicht, die einzuhalten sind,
  • verteilte Entwicklungen in großen Projekten über mehrere Länder und Kulturkreise
  • insbesondere bei sicherheitskritischen Funktionen sind spezifische Dokumentationen unabdingbar.

Daher setzen viele Unternehmen in Automotive oft angepasste Methoden ein; zudem unterscheidet sich ihr Verständnis der Begriffe. Allerdings wird häufig unterschätzt, dass agile Methoden in erster Linie auf eine nachhaltige Veränderung des Mindset zielen. Dieser Schwenk von der Prozess- auf die Teamebene sowie die Kombination aus iterativen und inkrementellen Vorgehensweisen erfordern fundamentale Änderungen im Gesamtunternehmen - über den Entwicklungsbereich hinaus.

Um die Unterschiede und die Besonderheiten von agiler Entwicklung im Automobilumfeld besser zu verstehen, befragen wir Automotive-Praktiker aus der Embedded-Entwicklung  hinsichtlich:

  • Vor welchem Hintergrund und mit welchem Umfang (Organisationseinheit) hat das Unternehmen seine Agile-Initiative(n) gestartet?
  • Wie wurden die agilen Standardmethoden in Bezug auf Prozesse, Rollen und Methoden adaptiert? Wie wurden diese entsprechend der Anforderungen von Automotive SPICE und Funktionaler Sicherheit adaptiert?
  • Auf welche organisationalen Barrieren ist die Umsetzung gestoßen, als wie Anpassungsfähig hat sich das Unternehmen erwiesen?
  • Welche Erfahrungen wurden gewonnen, welche weiterführenden Maßnahmen sind geplant?

Mit der Untersuchung Agile in Automotive wird ein Branchen-Benchmarking angestrebt. Ermittelt werden soll dabei, wie breit und wie konsequent agile Prinzipien und Methoden bereits in Automotive verankert sind und welche branchenspezifischen Anpassungen ggf. erforderlich sind.

Donnerstag, 20. Februar 2014 von 11:20 - 12:05 Uhr in München.


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